Freiherr-vom-Stein-Gymnasium
Chronik
1923/24: Recklinghausen wird als Standort für ein Aufbaugymnasium ausgewählt, um im Zuge der Bildungs-reformen in der jungen Demokratie in Deutschland auch für Schülerinnen und Schüler aus der Mittel- und Arbeiterschicht den Zugang zu Abitur und Studium zu ermöglichen. Im Zuge solcher Maßnahmen steigt die Schüler- und Abiturientenquote in Deutschland unmittelbar um etwa 25 %, auch in Recklinghausen - eine Tradition, auf die das FvS bis heute stolz ist.
1924: Staatliche Genehmigung der Freiherr-vom-Stein-Schule als Aufbau-gymnasium. Das Aufbaugymnasium nimmt nach der 6. Klasse solche Schüler der Volksschulen auf, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen.
1937: Einführung der Koedukation am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, die traditionellen Gymnasien verharren noch bis in die 60er Jahre in der Geschlechtertrennung.
nach 1945: In der Nachkriegszeit entwickelt sich die regionale Bedeutung des Aufbaugymnasiums. Flüchtlingskinder, Kinder von Aussiedlern und Vertriebenen, Kinder aus den ländlichen Bereichen des Kreises Recklinghausen, und Arbeiter-kinder besuchen zunehmend das FvS. Das Einzugsgebiet der Schule erstreckt sich zunehmend über das gesamte nördliche Vest und die Schule wird zur Integrationsschule mit dem Anspruch, begabte Schüler pädagogisch besonders zu begleiten und zu fördern.
1953: Schulleiter wird Dr. Fürstenau.
ab 1960: Auch in der Oberstufe werden verstärkt Schüler mit Realschulabschluss aufgenommen. Während andernorts noch das Bildungsprivileg als unüberwindbar erscheint, erweitern sie am FvS ihre Qualifikation und erwerben gezielt die Allgemeine Hochschulreife. Die Oberstufe des Gymnasiums ist damit zahlenmäßig lange Jahre stärker als Mittel- und Unterstufe.
1972/1973: Die Schule steigt als erstes Recklinghäuser Gymnasium in die Oberstufenreform ein.
1974: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium geht aus der Trägerschaft des Landes in die der Stadt über.
1976: Schulleiter wird Herr Fritz.
1991/1992: Das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium wird grundständiges Gymnasium ab der Klasse 5 und den übrigen Gymnasien der Stadt gleichgestellt, behält aber sein besonderes pädagogisches Profil. Der Aufbauzweig läuft im Jahre 1998 endgültig aus.
1996: Aufgrund des Wachstums der Schule und der großen Oberstufe wird das Gebäude der früheren Schule für Medizinisch-technische Assistenten (MTA-Gebäude auf der anderen Straßenseite) dem FvS übergeben.
1997: Herr Fritz wird pensioniert, der Umbau des ursprünglichen Schulgebäudes beginnt. Die Fertigstellung erfolgt im Schuljahr 1998/99.
1998: Herr Weidner tritt die Nachfolge von Herrn Fritz an.
1998: Das Freiherr-vom-Stein besteht 75 Jahre.
2001: Die erste Studien- und Berufsinformationsbörse (SUB) findet am FvS statt.
2009: Das FvS erhält als Auszeichnung für seine pädagogische Arbeit das Gütesiegel "individuelle Förderung" des Ministeriums für Schule NRW.
Im Rahmen der Gütesiegelarbeit wird in der Jahrgangsstufe 6 das Expertenprojekt zur Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler eingeführt.
2009/10: Das FvS wird "Komm mit" - Schule und etabliert ein besonderes Förderprogramm gegen Klassenwiederholungen.
2010/11: Das FvS erhält eine Mensa auf dem Schulhof.
2011: Frau Waterfeld wird neue Schulleiterin.
2012: Lerncoaching wird eingeführt, um den Anforderungen des neuen Schulgesetzes nach individueller Förderung einzelner Schüler gerecht zu werden.
2012: Das FvS erhält Förderung durch das Bildungsbüro Recklinghausen und erweitert die Kooperation mit außerschulischen Partnern in der Jugendarbeit und im Stadtteil.








